Frauen Power in der CrossZone

Seit bereits rund drei Jahren sorgt Vanessa für die notwendige weibliche Note in unserem Coaches-Team. Nach langer Suche haben sich mit Marion und Rafi nun zwei weitere starke und kompetente Mädels unter den doch sehr männerdominierten Haufen von CrossZone Trainern gemischt..

Höchste Zeit euch die Mädls mal genauer vorzustellen und mit ihnen über CrossFit, Frauen im Kraftsport und die Herausforderungen als weibliche Trainerinnen zu sprechen.

Was ist für euch die Faszination am Sport bzw. Kraftsport, welcher ja definitiv ein fester Bestandteil im CrossFit ist?

Rafi: „Das Training gibt mir ein wahnsinnig gutes Körpergefühl. Ich liebe es mich zu spüren. Es motiviert, wenn man stärker wird und wieder einen Kilo mehr auf die Langhantel stecken kann. Auch optisch gefällt mir ein muskulöser Frauenkörper total gut. Ein paar Tage ohne Training und es fehlt mir schon. Heute könnte ich mir mein Leben nicht mehr Ohne vorstellen.“

Vanessa: „Ich gehe gerne an meine physischen (und psychischen) Grenzen. Auszutesten wozu mein Körper fähig ist, ist eine Sache, die mich im Sport und natürlich auch besonders im Kraftsport antreibt und motiviert. Sei es der Versuch ein neues 1RM im Weightlifting zu schaffen oder meine Zeit in einem Benchmark-Workout zu unterbieten, das Streben nach immer besseren Leistungen treibt mich an.

Wie trainiert ihr selber? Was sind eure persönlichen Beweggründe CrossFit zu betreiben?

Marion: „Ich habe meine Wurzeln im Volleyball. Kraftsport kannte ich vor CrossFit nur aus Zeiten des Leistungssports in Form von balllosen, qualvollen Einheiten, von denen man angeblich sowieso nur „noch muskulöser“ wurde.

Erst CrossFit hat mir gezeigt, was es heißt seinen Körper gezielt zu formen und zu kräftigen, und dass sich die gewonnene Kraft nicht nur in Form von Masse, sondern viel mehr in Form von zusätzlicher Energie äußert, die dir den Alltag in vielen Situationen erleichtern kann.

Heute steht auf meinem Trainingsplan viel Abwechslung. Es gibt kaum Tage, an denen ich mich nicht in irgendeiner Form bewege. Ich bin begeistert von der Vielseitigkeit von CrossFit, muss aber noch viel an meinen Grundlagen arbeiten. Jede Woche lege ich meinen Fokus auf einen anderen Bereich, und versuche vier bis fünf Einheiten unterzubringen. Ähnlich wie in unseren Gruppenstunden besteht mein Training meistens aus einem Kraft- oder Skillteil und einem anschließenden Metcon. An CrossZone-freien Tagen, gehe ich gerade jetzt im Sommer viel Beachvolleyball spielen und laufen – Hauptsache draußen.“

Rafi: „Meistens starte ich mein Training mit einer gymnastischen- und einer Kraftübung. Zum Beispiel 5×8 strict pull ups & shoulder press. Danach folgt einen Weightlifting- und/oder Strength Teil mit Cleans, Snatches, Backsquats oder Ähnlichem. Zum Schluss kommt ein Metcon dran. Mal ein 40 minütiges „emom“ (every minute on the minute), manchmal aber auch nur ein kurzes, knackiges „21-15-9“.

Seit wann seid ihr Trainerinnen in der CrossZone? Wie ist es dazu gekommen?

Vanessa: „Trainerin in der CrossZone bin ich jetzt seit ca. drei Jahren und damit das dienstälteste Huhn im Stall. Nachdem ich für meinen Magister in Sportwissenschaft zurück nach Wien gezogen war, war ich auf der Suche nach einem CrossFit Gym. Google hat mir als erstes die CrossZone ausgespuckt. Ich habe ein Probetraining gebucht und bin in den alten Keller, der sich damals noch im 18. Bezirk befunden hat, spaziert. Als ich dort zwei Coaches (Max und Michi) als ehemalige Studienkollegen erkannte und das Training super viel Spaß gemacht hat, hab ich mich noch am selben Tag eingeschrieben. Ca. sechs Monate später stand ich dann schon als Coach auf der Trainingsfläche.“

Marion: „Ich bin seit Ende September 2016 Trainerin in der CrossZone. Anfang April 2016 habe ich mich hier als Mitglied eingeschrieben. Ich hatte sofort einen Draht zu diesem Sport und wollte mehr davon. Ein paar Monate später wurde ich von den Coaches angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte, hier als Trainerin zu arbeiten. Meine Antwort könnt ihr euch denken, denn seit nun knapp einem Jahr mache ich den Job in der CrossZone mit Begeisterung.“

Rafi: „Ich selbst bin seit 2012 Mitglied in der Crosszone und war von Anfang an gefesselt von diesem Sport. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade den Akad. Sporttrainer abgeschlossen und war als Fitnesstrainerin in einem Gesundheitszentrum tätig. Seit letztem September bin ich nun gemeinsam mit Marion Coach in der Crosszone 1010.“

Was sind für euch die Herausforderungen an diesem Job?

Marion: „Die Herausforderung an diesem Job ist primär das Erkennen von individuellen  Bewegungsmustern bei unterschiedlichen Körpertypen und die damit verbundene bestmögliche Hilfestellung bei bestimmte Bewegungen. Das ist viel Übungssache, ein ständiger Lernprozess, macht aber großen Spaß!“

Vanessa: „Menschen tagtäglich für den Sport zu begeistern, sehe ich als große Herausforderung. Es geht nicht darum, dass Leute einmal bei uns reinspazieren und ein gutes Training haben, sondern darum, dass sie regelmäßig wieder kommen und den Spaß am Training nicht verlieren.

Als Coach bist du diesbezüglich ständig gefragt das Training abwechslungsreich und qualitativ hochwertig zu gestalten. Du musst während der Stunden immer mit 100%iger Aufmerksamkeit bei deinen Leuten sein und sie wenn nötig ausbessern.

Denn du willst ja nicht nur, dass die Mitglieder stärker und besser werden, sondern in erster Linie, dass sich diese nicht verletzen. Außerdem bist du Vorbild und solltest immer einen guten Witz parat haben – nicht immer einfach wenn du zum Beispiel mal einen schlechten Tag hattest. Der Job in der CrossZone ist tagtäglich eine Herausforderung und wahrscheinlich gerade deshalb Leidenschaft zugleich.“

Durch den Fitness Trend der letzten Jahre hat sich das allgemeine Frauenbild ja doch ein wenig verändert. Wohin denkt ihr, wird diese Entwicklung noch gehen?

Rafi: „Ich finde es super, dass immer mehr Frauen gesund und stark sein wollen und Sport einen großen Teil ihres Lebens einnimmt.

Dabei geht es bei Weitem nicht mehr nur um einen schönen Körper, sondern um ein gutes Lebensgefühl und den Spaß am Training. Ich denke und hoffe, dass dies nicht nur ein Trend der nächsten Jahre ist, sondern erhalten bleibt.“

Marion: „Ich bin mir fast sicher, dass die Entwicklung vom Magerwahn hin zur starken, und selbstbewussten Frau so weitergehen wird, wie bisher. Das Frauenideal bewegt sich immer weiter weg von der Vorstellung, dünn und zierlich zu sein. Attribute wie fit, stark und vor allem gesund finden hingegen immer mehr Zuspruch. Das ist nicht nur in sozialen Medien, im Fernsehen oder auf der Straße bemerkbar, auch wir hier in der CrossZone spüren diesen Trend ganz deutlich und finden es super!“

Danke Mädls, dass ihr uns Rede und Antwort gestanden habt. Wir freuen uns, euch in unserem Team zu haben und hoffen, ihr bereichert dieses mit dem nötigen weiblichen Input noch viele Jahre!