Outdoor Weekend 2017

Die schon 7. Ausgabe des Outdoorweekends ging vom 16-18.Juni über die Bühne. Das Wochenende sollte sich rückblickend zum bislang forderndsten und anstrengendsten entwickeln, das wir veranstaltet haben. Rollen wir das ganze von vorne auf..

„Es ist 2 Uhr früh und verdammt dunkel. Sofern man den eigenen Augen noch trauen kann, befinde ich mich auf einem Weg. Der „Buddy“, den ich von den Trainern bekommen habe drückt ein bisschen auf die Schulter und nervt mittlerweile doch einigermaßen. Meine Teammitglieder versuchen sich gerade hoffnungslos mit der Karte zu orientieren. Sie reden irgendwas von einem Gewässer – ich sehe nur schwarz. Aber egal. Jetzt sind wir schon eine Stunde unterwegs, lange kann es ja nicht mehr dauern. Müde bin ich auch schon. Ich freu mich aufs Zelt. Jetzt raschelt da was im Busch. Hoffentlich erschrecken die Trainer uns nicht, sonst muss ich meinen „Buddy“ nach ihnen werfen. Da vorn ist Licht!“
– Outdoorweekend 2017

Nachdem am Freitag Nachmittag alle TeilnehmerInnen eingetroffen sind, fuhren wir zum Kamp. Die Aufgabe dort war relativ simpel: Baue ein Floß und fahre eine vorgegebene Strecke in 30 Minuten so oft wie möglich runter. Um ein sinnvollen Floß zu ermöglichen hatten die Teams aus 5 Personen die Gelegenheit sich am „Shop“ Utensilien wie Kanister, oder Paletten zu „kaufen“. Das „Kaufen“ erfolgte natürlich mit unterschiedlichen Übungen- so war eine Palette 500 Burpees wert. Nach 60’ mussten die Teams ihre erbauten Gebilde auf am Wasser testen- zu dem Zeitpunkt wurde den meisten klar, dass der Kamp gar nicht so tief ist, und man sehr viel arbeiten muss um das Floß von A nach B zu bewegen. Nachdem alle nass und ausgelaugt waren ging es zurück auf den wunderschönen Pferdehof.

Beim Floßbauen wurde allen Teilnehmern auch ein Freund zur Seite gestellt, der sie das ganze Wochenende lang begleitete- der „Buddy“. Ein Holzpflock mit 1m Länge und einer Gewichtsbandbreite von 6-20kg. Dieser war immer dabei zu haben.

Nachdem alle gegessen hatten war es an der Zeit etwas spielerischer zu trainieren. Beim Völkerball spielen um 23:00 Uhr ahnten die wenigsten, dass ihnen noch ein Sickermarsch bevorstand.

Um 23:10 begann es dann ordentlich zu regnen, was viele im Glauben ließ, dass sie endlich das Feierabendbier genießen konnten um dann in ihre (je nach Bauweise trockenen oder nassen) Zelte zu verschwinden. Das stellte sich schnell als Irrglaube raus, nachdem sich alle in einem Team wiederfanden und ihren „Buddy“ auf der Schulter hatten.

Das Konzept eines Sickermarsches besteht darin, dass man irgendwo ausgesetzt wird und die simple Aufgabe hat wieder zum Hof zurück zu finden. Bewaffnet waren die Teams nur mit ihren „Buddys“ und einem kleinen Plan. Dann wurden die Teams mit Autos an unterschiedliche Positionen gebracht und ausgesetzt. Wer sich denkt „Das kann doch nicht so schwer sein!“ stellt sich bitte bei Nacht in einen komplett abgedunkelten Raum, dreht das Licht ab und versucht dann so einen Kugelschreiber zu finden – das ganze mit einer 20kg Langhantel am Rücken. Der Vorteil im Waldviertel ist, dass es keinen Lichtsmog oder ähnliches gibt – also richtig dunkel!

Nach zwei Stunden waren dann alle Teams mit mehr oder weniger Hilfe wieder zurück am Hof und sichtlich erschöpft.

Nach 4 Stunden Schlaf hieß es raus aus dem Zelt und sich auf den sportlich forderndsten Tag vorzubereiten. In Summe 7 Workouts mit einer Zeitdauer von 10-40 Minuten standen den tapferen TeilnehmerInnen bevor. Jedes einzeln zu erklären würde zu lange dauern, darum hier ein kleiner Auszug an Übungen:

Hill sprints, tire flips, tire carry, tire pull, log flip, sprints, Traktor push, Biathlon, rope pull, burpees over tire, burpees over log, burpees, push ups, hammer, synchro lunges, synchro shoulder to shoulder, squats, uvm.

Die Workout Modi an diesem Tag waren großteils auf Teams ausgelegt. Nachdem wir vor dem Frühstück mit Bergläufen begonnen hatten, war das Vormittags Workout gespickt mit Reifenübugen und synchronen Bewegungen in 3er Teams.

Nach den ersten beiden Einheiten und einem reichhaltigen Mittagessen folgte ein Lauf in 5er Teams, der mit 3 pikanten Stationen gespickt war. 3 Stationen á 20 Minuten mit genug Variation um es als normalen Wochentrainingsplan durchgehen zu lassen. 2 Stunden später gab es eine kurze Pause, bevor es dann in 6er Teams an einen kleinen Bewerb ging. Suicide sprints, Tauziehen und dann der große Abschluss des Tages: der CrossZone Biathlon. Eine Kutsche schieben, dann mit einem Luftdruckgewehr schießen. Bei einem Fehlschuss eine Runde Laufen für das gesamte Team.

Nachdem würdigen Abschluss hatten sich die belastbaren TeilnehmerInnen die Grillerei und das ein oder andere Bier redlich verdient.

Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen, den Samstagabend gemeinsam bis in die Nacht zu zelebrieren. Highlight waren die Gesangskünste von einigen. (namentlich nicht erwähnt, da sonst zu hoher Fan Andrang!) Unvergessen: Die Interpretation von „Total Eclipse of Theo Heart“. Nachdem diese Nacht wiederum spät endete waren die Gesichter am nächsten Morgen doch etwas gezeichnet. Dennoch war die Vorfreude genauso hoch wie am ersten Tag.

Der Sonntag wird traditionell mit einem Vormittags Workout beendet. Dieses beläuft sich normalerweise auf ca. 30 Minuten. Da die Truppe dieses Jahr eine unvergleichliche Motivation aufbrachte lies sich auch Max (der den Wahnsinn plante) etwas hinreißen und griff tief in die Workout Trickkiste:

4km run followed by 100 v-ups, 100 push ups followed by 27-21-15-9 buddy thrusters, buddy facing Burpees followed by 50 tire flips followed by 300m piggyback carry.

Dieser Wahnsinn beendete das Outdoor Weekend 2017 offiziell traten alle, nach einen Ausflug in eine etwas andere Welt, wieder die Heimreise in den Alltag an. Die große Frage ist nur, ob man beim nächsten Outdoor Weekend noch einmal nachlegen kann, oder ob der Zenit bereits erreicht ist- wir werden sehen.

Das Team der CrossZone ist jedenfalls motiviert und freut sich bereits jetzt auf die Fortsetzung!

Danke an alle Überlebenden!