CrossZone Spotlight | Alexander Chernikov

Alexander Chernikov trainiert in der CrossZone und peilt im „Leichten Vierer ohne“ die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio 2016 an. Ambitioniert aber machbar wenn ihr uns fragt..

Hallo Alexander! Stell dich doch bitte kurz unseren Lesern vor.

Servus! Geboren bin ich in New York, USA und habe dort 5 Jahre gelebt bevor unsere Familie nach Wien gezogen ist. Meine Eltern sind beide aus Russland. Es gab sogar eine Zeit, in der ich 3 Staatsbürgerschaften gehabt habe (USA, RUS und AUT).

2003 habe ich mit dem Rudersport begonnen. Ich war 13 Jahre alt,
übergewichtig, unfit aber extrem neugierig auf neue Sachen.

Der Sport an sich hat mir viel Spaß bereitet. Die Mannschaft und Teamkollegen waren der Hammer. Die sind bis jetzt meine besten Freunde! Als Jugendlicher habe ich sehr viele Erfolge feiern können und Medaillen gewonnen und das macht natürlich Lust auf mehr. Deshalb bin ich auch beim Rudersport geblieben.

Was ist das große Ziel und wie sieht der Zeitplan dafür aus?

Das Große Ziel zurzeit sind die Olympischen Spiele in Rio 2016, für die meine Mannschaft und ich noch die Qualifikation schaffen müssen. Die Ausscheidung findet Ende Mai statt und die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit März auf Hochtouren. Unser Vierer besteht aus einem Wiener, einem Klagenfurter, und zwei Linzern. Aus diesem Grund fahre ich jede Woche für 5 Tage nach Linz zum Training. Grundsätzlich trainieren wir 2 Mal am Tag, wo wir zwischen 16 und 24 km pro Einheit rudern gehen. Umgerechnet heißt das zirka zwischen 70 und 100 min effektives Rudern pro Einheit!

CrossZone Spotlight | Alexander Chernikov

Respekt, dass klingt ambitioniert! Wie bist du zur CrossZone gekommen?

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und suche laufend nach neuen persönlichen Herausforderungen. Sei es Yoga, Meditieren, Kochen oder in diesem Fall: Crossfit in der CrossZone! Zahllose Übungen mit verschiedenstem Equipment finde ich extrem cool! Genial ist es auch, dass man holistisch trainieren kann, was als Rudersportler immens wichtig ist.

Würdest du sagen das Training in der CrossZone hat doch vorangebracht?

Es klingt vielleicht komisch, aber das Olympic Weightlifting hat mehr mit dem Rudern zu tun als man glaubt. Im Klartext: Die Bewegung vom Ruderschlag und einem Deadlift bzw. Clean sind genau gleich. Ich habe in meinem Ruder Krafttraining nie wirklich das richtige Umsetzen gelernt – hier in der CrossZone konnte ich mit Hilfe meines Trainers Muxi meine Technik enorm verbessern. In diesem Fall ein klares „Ja!“ auf eure Frage.

Gibt es noch selbst gesteckte Trainingsziele außerhalb der Rudersports für dich?

Selbstverständlich! Ein weiterer Grund wieso ich unbedingt zur CrossZone wollte, waren die extrem herausfordernden Übungen. Alle voran zum Beispiel Butterfly Pull-Ups, Handstand Push-Ups oder einfach mal eine Länge nur auf den Händen gehen zu können. Mein ultimatives Ziel wären natürlich Muscle-Ups und One-Handed Push-Ups aber da braucht es noch sehr viel Zeit und Training. An der Motivation wird es aber in keinem Fall scheitern!

Die Saison 2016 ist ja bereits in vollem Gange und mit den Olympischen Spielen in Rio hast du ja bereits ein konkretes Ziel vor Augen. Was kommt danach?

Zwei Sachen weiß ich jetzt schon: Ich möchte zu den Olympischen Spiele in Tokio 2020 und ich möchte das Crossfit Training zu einem permanenten Bestandteil meines Rudertrainings machen.

CrossZone Spotlight | Alexander Chernikov

Was für einen Fortschritt ich hier in nur ein paar Wochen erlebt habe, ist der Wahnsinn! Und wie es wäre, wenn ich noch 4 weitere Jahre konstant bei CrossZone trainieren würde!? Natürlich kann ich schwer in die Zukunft sehen aber aus dem Bauch heraus sage ich mal die Möglichkeiten wären wahrscheinlich unlimitiert! ;)

Eine Frage noch noch bezüglich deinem Gewicht und Sport. Wie schaffst du es bitte, dass du mit 186cm Körpergröße, runter auf 70kg kommst?

Zugegeben: Einfach ist es nicht! Nach dem Winter muss ich meistens 5-6kg abnehmen, damit ich wieder auf mein ideales Wettkampfgewicht komme. Wie ich das schaffe? Mit viel Geduld! Sowas passiert nicht von einem Tag auf den anderen und ich nehme mir fast 2 Monate Zeit dafür. Zusätzlich achte ich auf meine Ernährung und notiere mir alles (wirklich alles!) auf dem Handy in meiner „MyFitnessPal“-App. So bekomme ich ein Gefühl dafür, was und wie viel ich am Tag so esse. Zu guter Letzt suche ich mir ein paar nachhaltige und gesunde Rezepte im Internet raus und koche mir Mahlzeiten, die ich mir dann für unterwegs mitnehme. Ich verzichte komplett auf den Verzehr von zuckerhaltigen Getränken und bleibe strikt bei Leitungswasser. Last but not least: Ich trainiere hart und konsequent!

Vielen Dank für deine Zeit, wir drücken die Daumen!