CrossZone Spotlight | Gabriel Knoll

Mit Gabriel Knoll stellen wir euch in unserem aktuellen Spotlight einen weiteren Coach unseres fantastischen Teams vor..

Hallo Gabriel! Stell dich bitte unseren Lesern vor.

Mein Name ist Gabriel Knoll, ich bin 27 Jahre alt, bin studierter sportlicher Trainer, studiere zusätzlich Ernährungswissenschaften und arbeite selbstständig bei der Firma GDT als Schwimm- und Triathlontrainer. Zudem arbeite ich seit vergangenem Juli als Trainer in der Crosszone und bin selbst aktiver Triathlet.

Wie wir letzte Woche ja bereits lesen konnten, hast du dich zur Zeit dem Triathlon verschrieben. Erzähl uns doch noch ein paar Facts rund um deine sportliche Laufbahn und wie du dann im Endeffekt beim Ironman gelandet bist.

Nun der Weg führte lustigerweise über Umwege zum Status quo. Angefangen habe ich mit dem Schwimmen, da ich als Kleinkind extreme Fußfehlstellungen hatte und der Arzt zu meiner Mutter meinte, „der ist für’s Laufen untauglich“.

So landete ich nach 4 Jahren Schwimmverein im Alter von 7 Jahren beim Wasserball, weil der Arzt meinte „das kann er“. Daraus entwickelte sich eine Leidenschaft, die in den Leistungsbereich führte. Mit den Armen konnte ich scheinbar sehr gut umgehen und meine Füße waren gute Flossen. Da dies jedoch eine Randsportart ist und der Zulauf sehr gering war, gab es gegen Ende der Schulzeit nur die Entscheidung dies professionell zu betreiben oder gänzlich aufzuhören.

Da die Ausbildung mir und meinem Umfeld wichtiger war, blieb nur die Möglichkeit den Sport aufzugeben. So verschrieb ich mich erstmal, für die restliche Schulzeit, dem Krafttraining. Damit ich hatte bereits beim Wasserball begonnen und es bereitete mir reichlich Spaß. In den nächsten 4 Jahren machte ich also Bekanntschaft mit dem Bodybuilding. Nach dem Abitur – und mit einem Körpergewicht von knappen 100 kg – ging ich für ein Jahr nach Australien, da ich schon immer ein Freund der Ferne war. Dort waren die Trainingsbedingungen, dem Reisen geschuldet, nicht mehr aufrecht zu erhalten.

Ich lebte dort quasi lange Zeit nur in einem Jeep und baute gut 20 kg Körpergewicht wieder ab. Wenn man sich einmal die Mühe gemacht hat, um auf so ein Gewicht hin zu trainieren, dann macht man das nicht grundlos nochmal.

In Down Under sah ich dann morgens immer die Triathleten mit ihren Neoprenanzügen im Sonnenaufgang schwimmen und danach auf ihre Fahrräder springen und dachte ich mir, das sieht nach Spaß und Freiheit aus, das werde ich zuhause auch versuchen. Selbst das abschließende Laufen im Sand fand ich interessant.

Gesagt, getan. So absolvierte ich 2009, als ich des Studiums wegen nach Wien zog, meinen ersten Triathlon und war infiziert. Ich bekam wieder Freude am Schwimmen, Radfahren war schon immer eine Leidenschaft und Laufen begann Sinn zu machen. 2 Marathons später entpuppte sich die Diagnose meines damaligen Arztes als Fehleinschätzung.

Gabriel Knoll

 Wie kommt es, dass ein grundsätzlich klassischer Ausdauersportler derart viel mit Krafttraining zu tun hat? Wie kam deine Affinität zum Kraftsport zustande?

Im Grunde bin ich ja erst wieder beim Ausdauersport gelandet, aber die Notwendigkeit von Krafttraining habe ich bereits am Ende der Wasserballzeit erfahren. Damals gab es kaum einen Ausgleichssport neben dem Schwimmen, wodurch Druckbelastungen in den Gelenken fehlten. Diese sind aber notwendig, um deren Funktion optimal aufrecht zu erhalten.

Wir hatten viele Ausfälle wegen Knieproblemen. Nach dem wir mit Krafttraining begonnen hatten, nahmen diese rapide ab. Ab da war für mich Krafttraining nicht mehr weg zu denken. Die wirkliche Funktion dessen bekam ich aber erst durch den Triathlon vermittelt. Wenn man mal in einer Phase steckt, in der man 20 Wochenstunden rein mit Ausdauertraining beschäftigt ist, dann ist man entweder genetisch gesegnet oder man therapiert sich die Schmerzen weg. Anderenfalls läuft man Gefahr ständig Verletzungen am Bewegungsapparat zu erleiden.

Leider war bei mir Letzteres der Fall. Das Forcieren des Krafttrainings hat hier die Belastungsverträglichkeit wieder ungemein erhöht und Verletzungen blieben fast aus. Es gibt wohl kaum mehr einen Leistungsbereich, wo Krafttraining nicht einen entscheidenden Faktor darstellt. Gott sei Dank gibt es mittlerweile viele Gyms in Wien, die funktionelles Krafttraining anbieten.

Wie bist du letzten Endes in der CrossZone gelandet? Was war der ausschlaggebende Faktor, dass die Wahl auf die Zone gefallen ist?

Ui, mich an den genauen Grund zu erinnern, ist gar nicht mehr so leicht. Ursprünglich war ich auf der Suche nach einer Box, die möglichst zentral zu mir liegt – da es oft ein logistisches Problem ist, für quasi 4 Sportarten zu trainieren. Somit war es, denke ich letztendlich eine Mischung aus der guten Lage, dem Fakt, dass ich nach der 3. besuchten Box noch nicht die Ideale gefunden hatte und langsam nicht mehr weitersuchen wollte (was ich dann zum Glück auch nicht mehr musste). Und dem Fakt, dass der Schmäh hier von Anfang an passte.

Ich weiß noch, dass Oscar gecoacht hatte und Willi an der Rezeption stand, als sich dann Mitglieder und Coaches gegenseitig anfingen aufs Korn zu nehmen. Der Umgang miteinander war einfach so lässig, dass ich wusste, dass das mein 2. Wohnzimmer wird. Anfangs wollte ich eigentlich auch nur für 6 Monate bleiben, quasi für die Triathlon-Winterpause, aber man sieht ja was daraus geworden ist. Es hat einfach alles so gut gepasst. Ich bin vom Zusammenhalt unserer Community stets überwältigt und stolz ein Teil des Teams geworden zu sein!

Gabriel Knoll

Was sind deine sportlichen und beruflichen Ziele in der Zukunft? Deine Kollegen schätzen unter anderem ja auch deine motivierte Arbeitsweise.

Sowohl sportlich als auch beruflich möchte ich mich auch in Zukunft stetig weiterentwickeln und neue Wege kennenlernen. Dabei stellt beruflich gerade der Leistungsbereich ein großes Interessensfeld dar. Nach wie vor ist es jedoch mein Bestreben das Krafttraining im Breitenbereich des Ausdauersports populärer zu machen. Hier hat sich zwar schon einiges getan, aber es ist noch lange nicht so etabliert, wie es sein sollte.

Sportlich versuche ich gerade auch durch die Wahl von Max Walter als meinen Trainer, welcher mich letztendlich auch ins Team brachte, neue Reize zu setzen und einen unkonventionellen Weg zu gehen. Dabei werden allerdings unter anderem auch weniger klassische Wettkämpfe auf dem Plan stehen. Fernziel bleibt natürlich meine gesetzte Ironman-Zeit weit zu unterbieten.

Vielen Dank für das Interview und wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!