CrossZone Spotlight | Sophie Weilguni

Heute im Spotlight: Sophie Weilguni ist nicht nur eine erfolgreiche Golferin sondern auch als Model tätig. Wie diese beiden Tätigkeiten mit der CrossZone zusammen passen erfahrt ihr hier..

Servus Sophie! Du bist eine erfolgreiche Golferin. Wie bist du zu Golf gekommen? Erzähl uns doch bitte über deinen sportlichen Werdegang.

Ich habe schon als 4-Jährige mit meinem Bruder und meinen Großeltern angefangen zu spielen. Meine Eltern hat das Golffieber dann auch gepackt und somit hat mich Golf in meiner Jugend sehr geprägt, was ich keines Falls missen möchte . Mit 8 Jahren habe ich die Platzreife absolviert und im Alter von 10 die erste Clubmeisterschaft gewonnen. 2006, also mit 14 Jahren, erreichte ich den 1. Platz der „Nationalen Offenen“ und kam somit ins Nationalteam, wo ich etliche Siege bei der „Austrian Juniors Golf Tour“ feierte und als jüngste Spielerin mit dem geteilten 39. Platz bei der EM mitspielen durfte.
Da ich in den Jahren 2007-2009 bei einem der größten Jugendturnieren (Doral Publix Junior Golf Classic Tournament) in Miami mitspielen durfte, welches damals schon einer meiner tollsten Golferfahrungen war, konnte ich mir somit ein Stipendium bei der Barry University in Miami sichern. Innerhalb von 1 ½ Jahren qualifizierte ich mich für jedes Turnier und belegte den 13. Platz von insgesamt 101 Teilnehmern der Flagler Fall Slam. Außerdem bekam ich eine Auszeichnung der Athletic Director’s List und an der SSC Commissioner’s Spring Honor Roll im Frühjahr 2011.Im Frühling 2012 wechselte ich zur DIV1 University of Chattanooga, wo auch mein Bruder im Team war, der heute erfolgreicher Playing Pro in Europa ist. Ich spielte 5/6 Turnieren im UTC Team mit dem 31. Platz der Socon Championship und 6 Birdies (falls es ein paar Golfer unter den Lesern gibt ;) ) auf 18 Löcher bei der Sun Trust Gator Tour.

Das hört sich ja schon mal nicht schlecht an! Was sind deine bisherigen Highlights, und wo soll die Reise noch hingehen?

Ganz ehrlich? Mein kompletter „golferischer“ Werdegang war bis jetzt ein Highlight für mich! Und das trotz meiner frühzeitigen Heimkehr nach Österreich und einer dreijährigen Pause. Es hat mich sowohl physisch als auch mental nicht nur in sportlicher Sichtweise, sondern auch in meinem Leben weitergebracht.

Wo die Reise noch hingehen soll? Im Jahre 2016 werde ich auf der LET Access Tour starten. Das ist eine Tour unter der Ladies European Tour, wo ich von England über Finnland, Portugal, Belgien und Schweden alles dabei haben werde. Mein Traum ist es in der ganzen Weltgeschichte auf der LPGA Tour reisen und die besten Golfplätze der Welt bespielen zu dürfen.

Spotlight Sophie Weilguni

Du bist ja auch gleichzeitig auch noch Model und Studentin. Wie sieht dein Alltag momentan aus?

Ich habe seit letztem Semester mein Studium IBWL auf Eis gelegt, da ich gemerkt habe, dass es einfach nicht das Richtige für mich ist. Um längerfristig erfolgreich zu sein, möchte ich etwas machen, wofür ich Feuer habe und was mir Spaß macht. Jetzt fokussiere ich mich ganz auf meine Tätigkeiten im Golf und als Model. Do it with passion or not at all!

Mein Plan ist es dann auch in Zukunft die Golfdestinationen mit dem Modeln zu verbinden, da es vor allem bei den Ladies Tour Spielern immer wieder ein Thema ist, sich auch außerhalb der Turniere gut vermarkten und präsentieren zu können. Nachdem ich mittlerweile ein paar Sponsorenangebote bekommen habe, heißt es für mich „now or never“ und somit investiere ich so viel Zeit und Energie, wie nur möglich in meine Golfkarriere. Ein Spruch, der mich auch zum Nachdenken gebracht hat ist : „If you dont build your dreams, someone will hire you to help build theirs.“

Mein Alltag sieht also dementsprechend aus: Sechs Tage in der Woche Golf, vier bis fünf Mal in der Woche Crosszone und natürlich Castings und Modeljobs. Letztere teile ich mir so ein, dass das Golf nicht zu kurz kommt. Nebenbei mache ich noch Yoga und meditiere täglich, damit ich meine innere Balance behalte und von Tag zu Tag bewusster leben möchte.

Hast du ein spezifisches Training für das Golfen?

Ein typischer Trainingstag gestaltet sich bei mir aus zwei Stunden kurzem Spiel – also Putten, Chippen, Pitchen und Bunkerschlägen – da mache ich dann meistens auch Competitions mit meinem Bruder, da es immer wichtig ist im Turniermodus zu bleiben. Danach gehe ich lange Schläge für ca. zwei bis drei Stunden trainieren, wo ich zurzeit hauptsächlich an meinem Schwung arbeite, jedoch zu 90% daran arbeite, die Bälle mit der gleichen Pre Shot Routine und dem gleichen Focus wie auf dem Platz zu spielen.

An anderen Tagen trainiere ich etwas kürzer, spiele aber dann noch 18 Löcher, was meistens 4 Stunden in Anspruch nimmt. Auch hier versuche wieder mich in „Competition Form“ zu halten. Nach der Pause ist mir klar geworden, dass man vor allem bei Golf mental extrem stark sein muss und es nicht immer auf die Anzahl der Stunden und ankommt, sondern dass weitaus mehr dahinter steckt, um wirklich erfolgreich zu sein. Auch die Zeit außerhalb des Golfplatzes nutze ich mit Meditation und Yoga so, dass ich mich immer weiter entwickeln und es somit bei den Turnieren anwenden kann.

Wie gestaltet sich dein Training in der CrossZone und warum hast du unseren Trainer Max Walter für dein Conditioning Training herangezogen?

Mein Training besteht hauptsächlich aus Personal Trainings, wo wir mit verschiedensten Übungen für die Rotation, Rumpfstabilisation und Schnellkraft meinen Golfschlag optimieren. Ebenfalls wird mit Kraft und Ausdauer an meiner Schlagweite und meiner Kondition für die Turniere gearbeitet. Max kenne ich schon länger, da mein Freund Martin auch ein leidenschaftlicher Crossfitter und langjähriger Freund und Studienkollege ist. Ich war von Anfang an von seiner Disziplin und seiner Begeisterung für diesen Sport überzeugt. Ich finde es toll, wie er mich pusht und mich gleichzeitig durch seine gewisse Härte an die alten Zeiten in Amerika erinnert. Seit über drei Monaten bin ich nun dabei und ich bin stolz ein Teil der CrossZone Familie sein zu dürfen.

Hast du neue Erkenntnisse gewonnen seit du in der CrossZone trainierst?

Einerseits hat es mir gezeigt, dass Frauen die mit Gewicht trainieren, nicht gleich wie Hulks ausschauen müssen, was ja beim Modeln nicht gerade ein Vorteil wäre und andererseits hat es mir einen absoluten Vorteil für den Golfsport verschafft. Ich fühle mich nicht nur eindeutig kompakter und stärker, sondern es wirkt sich auch auf meine Länge, Schlagkraft und Kondition aus – was natürlich den Spaßfaktor noch mehr erhöht! Ich bin ein absoluter Fan von dieser Trainingsart geworden und würde mich schon fast als „addicted“ bezeichnen. Anders kann ich mir das nicht erklären, denn wer freut sich schon, dass er schon wieder hunderte von Burpees machen darf?!

Stichwort 2016 – auf was freust du dich am meisten?

Am meisten freue ich mich darauf, dass ich die Chance habe, als professionelle Golferin durchzustarten und das machen zu können, was mich wirklich glücklich macht. Ich freue mich darauf, auch wenn es nicht immer leicht sein wird, jeden Moment genießen zu dürfen und wieder mit Elan und Freude meinen Traum zu verwirklichen. Ich freue mich schon darauf, zu sehen, wie es mir auf den Turnieren nach der Pause geht und wie sich meine neue Sichtweise auf das Spiel auswirken wird. Egal, wie sich mein Weg entwickeln wird, werde ich wieder unzählige tolle Erfahrungen machen, die mich für mein weiteres Leben nur stärken können.

 

Vielen Dank für das Interview!