CrossZone Spotlight | Sabine Schellander

Heute im Spotlight: CrossZone Memberin Sabine Schellander! Die ambitionierte Stand-Up Paddlerin steht in allen Situationen mit beiden Beinen fest am Board..

Liebe Sabine, du bist ja erfolgreiche Stand-Up Paddlerin – Wie ist es dazu gekommen?

Zum Stand-Up Paddeln bin ich eigentlich über Umwege gekommen. Ich war immer schon die Wassersportlerin und hab von klein auf nahezu alles gemacht, was man in, auf und unter Wasser machen kann. So bin ich vom Wasserski zum Wakeboard fahren, vom Wakeboarden zum Tauchen, Kitesurfen und Surfen gekommen. In Ermangelung an Wellen und Kitesurf-Möglichkeiten in Wien habe ich dann zum Stand-Up Paddeln begonnen und bin irgendwie dabei hängen geblieben. Für mich ist es der perfekte Wassersport, den ich unabhängig von anderen – Wind, Boot oder Lift – nachgehen kann.

Wie kann man sich so einen Wettkampf vorstellen?

Die SUP-Wettkämpfe sind sehr vielfältig. Es kommt immer ganz darauf an, welche Disziplin man fährt. Es gibt kurze Sprints, bei denen man zwischen 200 und 500m mit einem gefühlten Puls von 220 Vollgas gibt und sich mit 1-3 Konkurrentinnen an einer Boje „prügelt“. Oder man fährt Mitteldistanzen (2-4 km ) oder eben Longdistance-Rennen, wo man jeweils zwischen 6 und 15 km (aber auch über 30 km) zurücklegt und mit 40 Anderen gleichzeitig startet. Ich persönlich bevorzuge ja die längeren Strecken.

Was sind deine bisherigen Highlights?

Eigentlich ist jedes Rennen ein Highlight für mich, da ich immer etwas daraus lerne. Sei es Technik, Taktik, Durchhaltevermögen oder auch viele Dinge, die sich vor allem im Kopf abspielen, wie beispielsweise nicht aufzugeben und auf den letzten Metern noch mal alles aus einem selber rauszuholen, auch wenn schon alles weh tut. Das ähnelt sehr dem Schluss eines WODs, wo man sich denkt, es geht gar nichts mehr und dann macht man trotzdem noch 50 Burpees. Grundsätzlich war mein persönliches Highlight aber der 2. Platz bei der ÖM 2014 – das war mein erstes „richtiges Rennen“ und ich hätte nicht damit gerechnet.

Da die Rennen quer durch Europa stattfinden: Wie lassen sich Arbeit, Familie und Sport verbinden?

Was es unbedingt braucht, ist eine gute Planung und einen großartigen Freund und eine Familie, die sich um meine Tochter kümmern, wenn ich mal wieder on Tour bin. Daneben braucht es Konsequenz und ein gutes Zeitmanagement, damit unter der Woche genug Zeit für Kind, Beziehung, Arbeit und auch Training bleibt.

Wie trainierst du?

Im Herbst und Winter war ich viel in der CrossZone, was mir wahnsinnig viel geholfen hat. Dank Crossfit habe ich gelernt durchzuhalten, aber auch hart zu trainieren. Je nach Temperatur und der damit einhergehenden Motivation am Wasser zu trainieren, versuche ich auch mindestens einmal die Woche zu paddeln. Im Frühjahr geht das Training in der Box zurück und mehr Zeit am Wasser kommt dazu. Im Sommer spielt sich dann fast alles nur mehr am Wasser ab und ich bin 4-5 Mal die Woche paddeln.

Wie sehr beeinflusst die Community in der CrossZone dein Training?

Ich liebe die Community in der Crosszone, vor allem die 9 Uhr Stunde mit ihren Leuten (Kiss an Zlatko, Tina, Petra, Stefan, Patrick und Co!). Wenn man in so einer Runde trainiert, merkt man erst wie sehr der Spaß, aber auch der Ehrgeiz und die Motivation eines jeden, eine ganze Gruppe pushen können. Es fehlt mir richtig, wenn ich nicht mehr mit den Anderen lachen, schwitzen und leiden kann.

Was hat sich für dich geändert, seit du nach einem Trainingsplan trainierst?

Erstens bin ich leistungsfähiger geworden, meine Ausdauer ist wesentlich besser und es ist mehr Kraft vorhanden. Am meisten profitiere ich aber davon, dass ich konsequenter bin und jeden Tag ein klares Ziel vor Augen hab. Ich bin ein Kopfmensch und brauch immer genaue Vorgaben, die ich verfolgen und erreichen kann und vermutlich brauche ich auch jemanden, der das kontrolliert. In Max habe ich den perfekten Trainer gefunden, der sich Zeit nimmt, mich fordert, aber mir auch auf die Finger klopft, wenn ich mal einen Hänger habe.

 Wo führt die Reise in den nächsten 5 Jahren hin?

Oh, das ist schwer. Da gibt es so viel. Erst einmal möchte ich über den Winter trainieren und schauen, was nächste Saison paddeltechnisch drinnen ist. Dann freue ich mich auf den Herbst und die 9 Uhr WODs. Und was dann dringend noch ansteht, ist mit dem SUP in die Welle zu kommen, egal ob Fluss oder Meer – Hauptsache etwas Neues lernen.

Vielen Dank für das Interview!