CrossZone Spotlight | Philipp Fischer

Heute im Spotlight: Der frisch gebackene Paintball Vize Europameister Philipp Fischer! Ja richtig gelesen, es gibt eine Paintball Europameisterschaft..

Hallo Philipp! Sei so nett und stell dich bitte unseren Lesern vor.

Mein Name ist Philipp Fischer, ich bin 31 Jahre und selbständiger Webdesigner. Meine Freizeit verbringe ich bevorzugt auf dem Rad, mit Freunden oder auf dem Paintball Feld.

Stichwort Paintball: Herzliche Gratulation zum Titel des Vize Europameisters! Gib uns da doch bitte ein paar Eckdaten.

Vor zwei Wochen fand in London im Rahmen eines internationalen Events die Europameisterschaft der Herren im Paintball statt. Als besonderes Zuckerl gab es heuer erstmals eine bezahlte Teilnahme (Flug, Hotel & Co) für die WM in Malaysien/Langkawi für die „Top 4“ zu gewinnen. Nachdem wir in den vergangenen Jahren maximal 5er geworden sind, eine sehr ambitionierte aber nicht unmögliche Aufgabe und siehe da: Wir haben es geschafft! Überraschender Weise hat sogar die Krone diesen Erfolg mit einem Beitrag gewürdigt.

Gratis nach Malaysien ist auf keinen Fall verkehrt. Bei Paintball gibt es also internationale Events, eine EM und sogar eine WM? Wie können wir uns den Ablauf da genau vorstellen?

In Europa hat so ziemlich jedes Land eine beziehungsweise mehrere Ligen, die je nach Popularität des Sports mal größer oder kleiner sind.

Österreich zum Beispiel hat zwischen 60 und 100 Turnier Teams, Deutschland mit Sicherheit 700 plus! Dann gibt es noch die Millennium Serie, deren Events 4mal im Jahr in ganz Europa ausgetragen werden. Je nach Austragungsort (St. Tropez, Bitburg, London oder Chantilly) reisen dort bis zu 200 Teams aus der ganzen Welt an, um sich im internationalen Vergleich zu messen.

Das Spielformat ist an sich recht schnell erklärt: Das Spielfeld ist auf 46×36 Meter begrenzt, der Boden entweder Fußballrasen oder Turf und aufgeblasene Hindernisse bieten uns Deckung. (siehe Foto) Es wird 5vs5 gespielt und um einen Punkt zu „scoren“ gilt es den Buzzer, der sich beim Startpunkt des gegnerischen Teams befindet, zu drücken. Insgesamt hat man 15 Minuten Spielzeit zur Verfügung, abzüglich Pausenzeit, um als erstes Team 5 Punkte zu erreichen. Das Team mit der besseren Taktik gewinnt. Alles klar?

Soweit kann ich dir folgen. Und wie landet man dann im Herren Nationalteam?

Nachdem ich einer der wenigen Österreicher mit Champions League Erfahrung bin, wurde mir seitens der heimischen Paintball Bundesliga dieses Jahr zum insgesamt vierten Male die Position des Team Kapitäns angeboten. Eine ehrenvolle Aufgabe, die man sich natürlich nicht entgehen lässt.

Was sind deine bisher größten Erfolge?

Im Laufe der Jahre haben sich da sehr viele Siege und Stockerl Plätze in Österreich und international angesammelt. Mein Favorit bleibt aber nach wie vor mein erster Platz in der Champions League Sieg in London 2010 mit den Budapest Bullets und ein zweiter Platz beim drauf folgenden Event in Paris. Ebenfalls ganz vorne dabei ist mit Sicherheit der Meistertitel 2014 in der höchsten Spielklasse der Deutschen Paintball Liga, welche mit 500+ Teams immerhin die größte Liga der Welt ist.

Stattlich! Wie genau passt die CrossZone da ins Bild?

Das erste mal mit Crossfit in Berührung gekommen bin ich bereits 2009 und zwar ebenfalls am Hamerlingplatz. Damals war es natürlich noch nicht „die CrossZone“ aber man könnte sagen das Crossfit in Wien dort seinen Anfang genommen hat. Nachdem es ein sehr funktionelles Training ist und bei Paintball vor allem die Schnellkraft zum Einsatz kommt, ist es mehr als ideal für meine Bedürfnisse. Nachdem mein Champions League Vertrag dann Ende 2010 ausgelaufen ist, habe ich das Training dann aber doch eine Weile schleifen lassen muss ich zugeben.

Warum ich dann wieder in der CrossZone angefangen habe zu trainieren ist recht simpel: Muskeln schützen vor Verletzungen.

Meine Saison dauert von Anfang Jänner bis Ende Oktober und nachdem die Kader der Teams recht klein gehalten werden, kann ich mir da keine Ausfälle erlauben. Vor allem nachdem man in den besseren Teams recht schnell seine Position als „Starting 5“ Spieler verlieren kann. Sich dann während der Saison, nach einer Verletzungspause, wieder voll im Hauptkader etablieren zu müssen ist etwas, dass ich mir nicht mehr antun muss. Ein Muskelfaser Abriss im Oberschenkel in einem Halbfinalspiel in England hat mich diesbezüglich eines Besseren belehrt.

Und warum Personal Training statt in der Gruppe?

Ganz ehrlich? Ich mag die „Daily Wods“ sehr gerne aber gerade in der laufenden Saison, schätze ich die maßgeschneiderten Programme vom Michi sehr. Egal wo ich den Schwerpunkt gerne haben möchte, mein Programm wird individuell angepasst und mein Coach kümmert sich um die exakte Ausführung meinerseits. Nachdem ich in der Saison so ziemlich jedes Wochenende, manchmal auch schon ab Donnerstag, unterwegs bin und nicht immer denselben Trainings Rhythmus habe, spielt das natürlich eine wesentliche Rolle.

Ich muss mich nach keinem Stundenplan im klassischen Sinne richten, sondern spreche das Programm der kommenden Wochen einfach im Vorfeld mit meinem Trainer ab. Meiner Meinung nach an Effektivität nicht zu toppen.

Last but not least habe ich mein Büro direkt am Hamerlingplatz und wenn a) der Trainer wartet und b) das Gym weniger als zwei Minuten entfernt ist, dann hat nichtmal der innere Schweinehund mehr eine Chance! ;)

Vielen Dank für das Interview, da haben wir in Punkto „Paintball“ wohl was dazu gelernt!