„Endurance is patience concentrated“ – Warum Ausdauertraining?

All die beliebten – wenn auch verfluchten – Übungen wie Burpees, Pullups, Squats und Olympic Lifts sind allesamt wichtige Bestandteile des Weges zu einem gesunden, athletischen Körper. Was viele übersehen ist die Tatsache, dass ein Athlet nur dann wirklich vollkommen ist, wenn er auch über ein gewisses Maß an Ausdauerleistungsfähigkeit verfügt…

Wenn es darum geht in den Olymp der fittesten Athleten unter der Sonne aufzusteigen, ist es zwar schön und gut wenn sich die Hantelstangen vor Ehrfurcht verbiegen, doch was nützt es, wird angenommen der Familienwandertag mit den Großeltern, zur konditionstechnischen Herausforderung? Wie ein Rennwagen, der zwar jeden Start gewinnt, aber nie genug Sprit im Tank hat um auch mal die Zielflagge zu sehen, muss auch ein Athlet seinen Tank – seine Ausdauer- optimieren, um unschlagbar zu werden.

Um den Sinn von Ausdauertraining und Ausdauer besser erkennen zu können, ist es vielleicht hilfreich, erstmals den Begriff näher zu definieren: Aus physischer Sicht, stellt die Ausdauer die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber Ermüdung dar. Kurz gesagt also die Fähigkeit über einen möglichst langen Zeitraum eine gewisse Leistung oder Aktivität aufrecht zu erhalten. Um in Bewegung zu bleiben, muss die Muskulatur permanent mit Energie versorgt werden. Je nach Dauer und Intensität der Leistung, die wir gerade erbringen wollen oder müssen, kennt unser Köper verschiedene Möglichkeiten diese Versorgung zu gewährleisten. Allgemein lassen sich hier die anaerobe (ohne Sauerstoff) und aerobe (mit Sauerstoff) Energiebreitstellung differenzieren. Bei kurzen Sprints, oder schnellen Intervallen tragen die anaeroben Prozesse den größten Teil zur Leistung bei, wird das Tempo gemächlicher und die Dauer länger, so übernimmt zunehmend die aerobe Energiebreitstellung das Kommando. Selbstverständlich ist dies stark vereinfacht dargestellt.

Egal ob schwimmend, laufend, radfahrend oder spielerisch- regelmäßiges Ausdauertraining wirkt sich positiv auf unseren Alltag aus:

  • MEHR ENERGIE: durch Ausdauertraining verbessert sich das kardiovaskuläre System, Nährstoffe und Sauerstoff werden dadurch besser und schneller zu den Zellen im Körper transportiert. Herz- und Lungenapparat werden ebenfalls effektiver – mehr Sauerstoff kann aufgenommen und durch den Körper gepumpt werden. Alltagsbewegungen wie Treppensteigen oder der Straßenbahn hinterherlaufen fallen uns dadurch leichter.
  • BESSERE STIMMUNG: Ausdauertraining kann sich auch positiv auf unser Gefühlsage auswirken und Stress reduzieren. Durch Ausschüttung diverser Hormone, Chemikalien und Neurotransmitter, wie etwa der bekannten Endorphine, entstehen Glücksgefühle und Spannungen können abgebaut werden.
  • GESUNDHEIT: regelmäßiges Ausdauertraining führt auch zu einer Reihe von gesundheitlichen Benefits. Neben einer möglichen Verbesserung der Lungenfunktion werden dem Ausdauersport auch eine verminderter Bluthochdruck, gesenktes Blutcholesterin, und niedrigeres Herzinfarkt- und Diabetesrisiko zugeschrieben.
  • BESSERE REGENERATION: wichtig für jeden, der seinem Körper im Training viel abverlangt, ist eine gute und schnelle Regenerationsfähigkeit. Durch eine sorgfältig entwickelte Grundlagenausdauer lässt sich die Regeneration beschleunigen, und die allgemeine Belastungsverträglichkeit erhöhen. Dies stellt einen wichtigen Baustein im erfolgreichen Training dar.

Ausdauertraining, in welcher der unzähligen Erscheinungsformen es auch betrieben wird, sollte also nicht hinten angestellt werden. Zumindest einmal pro Woche kann man seinem doch Körper etwa einen längeren Ausflug in die Natur gönnen. Jetzt wo die Tage langsam länger und Sonnenstunden mehr werden, ist der optimale Zeitpunkt um den inneren Schweinehund auszutricksen und sich etwas Ausdauer anzueignen. Um euch dabei zu helfen, gibt es ab dieser Woche eigene Endurance- Stunden: 60 Minuten Einheiten und ebenso lange Belastungsdauer.