Central Europe Throwdown 2015

Am 7.März ging in Bratislava einer der renommiertesten Wettkämpfe Europas über die Bühne – der Central Europe Throwdown. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete P3 das Event in einer Leichtathletikhalle im Zentrum der slowakischen Hauptstadt…

Schon das Qualifying lies auf einen sehr hochkarätig besetzten und spannenden Wettkampf hoffen. Von der CrossZone qualifizierten sich Vanessa Wagner bei den Individuals Female und Maximilian Walter bei den Individuals Male. Ganz im Sinne des CrossFit-Leitsatzes: „Be prepared for the unknown“, drangen im Vorfeld keine Informationen zu den Workouts an die Teilnehmer. Als diese dann präsentiert wurden, wurde allen schnell klar, dass das Niveau wie erwartet hoch war.

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WOD 1

> Couplets
for time (Timecap 12’):

9-6-3
Deadlift 100/70kg
Box jumps
200m run with slamball 20/10kg

9-6-3
Overhead squats 80/50kg
Chest to bar pull ups/pull ups
200m run with slamball 20/10kg

9-6-3
Thrusters 60/40kg
Lateral burpees over the bar
200m run with slamball 20/10kg

WOD 2

> Skiller
50’’ work 10’’ rest for reps of the following exercises:
1. Unbroken 5m handstand walk
2. Legless ropeclimb/ropeclimb
3. Deficit handstand push ups/handstand push ups
4. Pistols with 20kg/12kg kettlebell
5. Double unders
6. Dumbbell snatch 30/17.5kg

WOD 3

> Bear Complex Ladder
Men: 90,100,110,115,120,125,130,135,140,145kg
Women: 50,55,60,65,70,75,80,85,90,95kg

Die limitierenden Faktoren im ersten Workout waren vor allem das Timecap, die Overhead Squats mit hohem Gewicht und natürlich, wie üblich in Workouts dieser Art, die Luft. Maximilian Walter konnte in seinem Heat eine sehr solide Leistung bei allen Übungen zeigen – wenn auch bei den Overhead Squats Fehlwiederholungen zu vermeiden gewesen wären. Dennoch konnte er das Workout bis auf den letzten 200m Lauf, innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits absolvieren. Platz 13 war somit für ihn reserviert.

Vanessa Wagner startete gut, hatte aber bei den Overhead Squats mit dem hohen Gewicht zu kämpfen. Sie belegte den 22. Rang.

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Das zweite Workout war sehr techniklastig. Innerhalb von jeweils 50 Sekunden mussten so viele Wiederholungen wie möglich von technisch komplexen Übungen absolviert werden. Maximilian, dessen Stärke normalerweise in schwereren, nicht zu technischen Workouts liegt, startete überraschend stark mit dem Handstand Walk. Auf hohem Niveau konnte er das Workout beenden und belegte nach dem Workout den 12. Platz, was den 10. Gesamtrang bedeutete. Dabei geisterte immer im Hinterkopf der Gedanke, dass sich nur die besten 10 Athleten und Athletinnen für das Finale qualifizieren würden.

Vanessa glänzte gegenüber den anderen Athletinnen vor allem mit einer hervorragenden Technik am Seil. Sie sammelte wertvolle Punkte und konnte auch bei allen anderen Übungen mit guten Wiederholungen glänzen. Sie beendete das Workout auf Platz 21.

Das letzte Workout vor dem Final Cut wurde heiß diskutiert. In 50 Sekunden musste ein Bearcomplex, bestehend aus einem Clean, einem Front Squat, einem Jerk, einem Back Squat und einem Behind the Neck Jerk mit vorgegebenen Gewichten durchgeführt werden. Das Einstiegsgewicht von 90 bzw. 50kg wurde für einen Lifting-Kombination eher hoch angesetzt.

Für Max war das Workout ein Fragezeichen, da er aufgrund einer Hüftverletzung seit einigen Wochen kein schweres Gewicht mehr bewegen konnte. Dennoch konnte er relativ mühelos die 115kg Hürde bewältigen. Bei 120kg wurde ihm dann leider ein Fehler beim Behind the Neck Jerk zum Verhängnis. Eine zweiter Versuch wäre in den verbleibenden 15 Sekunden nicht mehr möglich gewesen. Er beendete das Workout mit dem 20. Rang.

Vanessa konnte von ihrer guten Vorbereitung profitieren und zeigte sehr starke und solide Wiederholungen bis 65kg. Sie schaffte auch noch den Clean mit 70kg, was einen 15. Rang in diesem Workout bedeutete.

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Gesamt schloss Max mit einem 17. Rang ab, was seine Leistung aus der Qualifikation bestätigte und bei diesem Teilnehmerfeld ein sehr gutes Ergebnis ist. Dieser Rang bedeutete ebenso das beste Ergebnis eines österreichischen Athleten bei diesem Wettkampf. Vanessa beendete den Wettkampf als 22., ebenfalls eine solide Leistung.

In einem spannenden Finale bestehend aus 3 unterschiedlichen harten Workouts konnte sich Maximilian Henze in jedem dieser durchsetzten. Dennoch musste er sich gesamt dem extrem starken Erik Toth geschlagen geben. Bei den Damen gewann Beata Jung in einem spannenden Finale und sicherte sich somit den 1. Gesamtrang. Auch der Teamwettkampf entwickelte sich zu einem starken Event. Dabei setzte sich das Bear Foot Team und das Superior14 Havirov ex aequo auf Platz 1 durch.

An dieser Stelle herzliche Gratulation auch an das Team CrossFit Vienna – der 3. Platz war am Ende wohl verdient!

Alles in Allem war die Veranstaltung sehr gelungen. Ein großer Zuschauerandrang lässt erahnen wie viel Potential in dieser Sportart steckt. Wir freuen uns schon auf weitere Wettkämpfe!

Bildquellen: Central European Throwdown | RX’d Photography