Einfangen der Kerynitishen Hirschkuh – “Aufbau und Funktion der Muskulatur/Typen“

Gibt es unterschiedliche Arten von Muskulatur in unserem Körper? Wenn ja, welche sind das? Und was spielen sie für eine Rolle bei meiner persönlichen Leistung? Diesmal analysiert das CrossZone Team genauestens warum Herkules und Achilles verschiedene Maximalkraftleistungen besitzen und warum sich diese auf ihre ganze Performance im Sport auswirken.

Aufgabe 3:

3. Einfangen der Kerynitishen Hirschkuh
   3. Aufbau und Funktion der Muskulatur/Typen

 Ein Jahr lang folgt Herkules einer goldenen Hirschkuh. Ein Jahr lang versucht er sie lebendig zu fangen um sie Eurystheus zu präsentieren. Ein Jahr lang, ist Herkules ständigem Training ausgesetzt. Da das Tier unglaublich schnell ist muss Herkules durch hohen Energieaufwand ständig sprinten. Was passiert mit dem Körper während eines Sprints, oder einer maximalen Kraftbelastung? Der Muskel erzeugt Kraft indem seine einzelnen Fasern (Muskelzellen) sich zusammenziehen. Eine Muskelzelle alleine kann nur wenig Kraft erzeugen, doch eine Ansammlung an tausenden Fasern kann dementsprechend eine große Kraft freisetzten. Innerhalb einer Muskelfaser sind die eigentlichen kontraktilen Elemente (Myofibrillen). Durch eine Zusammenziehen der Myofibrillen folglich der Muskelfaser und folglich des gesamten Muskels wird Kraft erzeugt. Als Füllmasse zwischen den einzelnen Myofibrillen findet sich Zellflüssigkeit (Sarkoplasma). Diese beinhaltet Enzyme, Zellorgane und Energieträger.

Ein Muskel zieht sich nur dann zusammen wenn ein Befehl vom Nervensystem kommt. Jede Nervenfaser hat eine zugeordnete Zahl an Muskelfasern. Je nachdem wie viel Kraft benötigt wird werden unterschiedlich viele Nervenfasern aktiviert. Durch Maximalkrafttraining kann die Anzahl der aktivierten Nerven erhöht werden und somit besser auf geforderte Kraftanforderung reagiert werden. Nehmen wir zum Beispiel an wir haben 2 sehr ähnliche Athleten- Herkules und Achilles- Ähnlicher Körperbau, ähnliche Muskelfaserverteilung usw. Beide machen einen One Repetition Maximum (1RM) Test bei der Tiefkniebeuge. Das 1RM kann bei 2 nahezu gleichen Athleten absolut unterschiedlich sein. Herkules: 200kg, Achilles 160kg. Sehen wir die Trainingsgeschichte näher an ist das nicht weiter verwunderlich. Achilles ist meist nur in Kampfeinsätzen- seine Kraftausdauer ist wahrscheinlich extrem gut ausgeprägt, jedoch hat er wenig Maximalkraftanforderungen an seinen Körper. Darum kann er weniger hohe Lasten ertragen als Herkules. Jemand der Löwen durch die Luft wirft, Riesenschlangen erschlägt und sich mit Titanen einlässt wird demnach öfters schwere Lasten stemmen (Das er ein Halbgott ist hat darauf natürlich keinen Einfluss).
Ein weiterer Punkt der beachtet werden muss sind die unterschiedlichen Typen von Muskelfasern Grob gibt es schnelle und langsame Muskelfasern. Rote Fasern sind sehr ausdauernd, sind jedoch langsam. Weiße sind sehr schnell, ermüden jedoch auch schnell. Zum Beispiel findet man bei Marathonläufer mehr langsame, und bei Gewichtheber eher schnelle Fasern. Die grundlegende Verteilung der Fasern ist weitgehend genetisch festgelegt. Jedoch kann durch Training die Faserdicke wachsen und somit das Kraftpotential erhöht werden.

Im Crossfit ist eine nahezu gleichverteilung bzw. etwas mehr schnelle Fasern von Vorteil. Durch die vielseitigen Anforderungen der Sportart, ist eine sehr gute Ausbildung der Fasern unerlässlich. Das Training der Fasern muss der Funktion der Faser entsprechen- schnellkräftige Bewegungen trainieren schnelle Fasern, ausdauernde Bewegungen trainieren langsame Fasern.

CrossZone Facts:
• Maximalkrafttraining verbessert die Ansteuerung der Muskulatur
• Im CrossFit muss eine umfassende Fitness erzielt werden- dazu gehört einerseits Training mit hohen Lasten und andererseits auch Ausdauertraining
• Jeder Sporler ist individuell und muss auch so trainieren